Fotos auf Reisen sichern, mein Equipment

Mein Notebook

Auf meinen Reisen in Südostasien und Afrika hatte ich mein altes MacBook Pro (late 2010) dabei. Es hat alle Reisen mit Bravour bestanden. Es war klein, kompakt, robust und für damalige Verhältnisse leicht. Selbst das subtropische Klima Asiens konnte dem kleinen 13″ Helfer nichts anhaben. 2019 bin ich kurz auf Windows umgestiegen und habe mit einem Thinkpad gearbeitet. Leider konnte ich mich mit den Updateexzessen von Windows 10 nicht so recht anfreunden. Ich werde in einem expliziten Beitrag meine Erfahrungen zu diesem Gerät & Windows 10 beschreiben. Seit 2021 bin ich nun wieder zufriedener Nutzer eines 16″ MacBook Pro M1 Max. Die Zuverlässigkeit und sofortige Einsatzbereitschaft eines MacBooks ist nicht zu toppen. Dank Time Machine wird auch das Sichern der Fotos auf Reisen vereinfacht.

Lightroom, mein Hauptverwaltungs- und Entwicklungsprogramm

Ich arbeite mit Lightroom. Lightroom ist mein Hauptverwaltungs- und Bildentwicklungsprogramm. Im Katalog sind meine Fotos nach einem bestimmten System abgelegt. Hier kann ich die gemachten Bilder selektieren, in Sammlungen zusammenfassen, verschlagworten und entwickeln. Ich benutze das Creative Cloud Abo, das du entweder jährlich oder monatlich bei Adobe bezahlen kannst. Die Monatsgebühr beträgt 11,98 €. Meistens sind die Jahreszahlungen etwas günstiger, da es etliche Rabattangebote von unterschiedlichen E-Tailern gibt. Je nach Angebot kannst du das Jahresabo bis zu 30% günstiger erhalten.

Speicherkarten

Ich habe auf Reisen drei 32 GB und drei 16 GB SD-Karten dabei. Zusätzlich befinden sich noch zwei 128 GB und zwei 64 GB Micro SD-Karten in meinem Gepäck. Die Micro SD-Karten setze ich ausschließlich für meine Drohne ein. In meiner Kamera verwende ich vorwiegend Transcend Class 10 UHS-1 Karten. In der Drohne werden Sandisk Extreme Pro Karten eingesetzt. Die erstellten Daten auf den SD-Karten werden während der Reise, bis zur Ankunft zu Hause nicht gelöscht.

Fotos auf Reisen sichern, externe Festplatte

Unterwegs, auf Reisen habe ich mein MacBook und eine externe USB-C / 2 TB NVME dabei. Ich habe etwas rumexperimentieren müssen, bis ich die richtige Konstellation zwischen Gehäuse/USB Controller und der verwendeten NVME gefunden hatte. Ursprünglich dachte ich, dass eine Samsung EVO Pro die beste Wahl wäre. Leider waren die Datendurchsätze äußerst bescheiden. Offenbar vertragen sich der USB-Controller und die sehr performante NVME von Samsung nicht so gut. Zu guter Letzt habe ich mich für die Crucial P2 2 TB NVME entschieden. Hier harmoniert der Controller mit der NVME besonders gut, so dass ich sehr gute Lese- und Schreibwerte erreiche. Lesedatenrate: 2200 mbps, die Schreibdatenrate: 1900 mbps.

Wie und wann sichere ich meine Fotos auf Reisen?

Während der Reise, sichere ich meine Fotos täglich. Alle am Tag erstellten Fotos sichere ich Abends von der SD Karte auf das MacBook und behalte die Bilder auf den SD Karten, bis die Reise zu Ende ist. Zusätzlich mache ich eine Sicherung des MacBooks auf die externe 2 TB NVME. Während der Reise sorge ich immer dafür, dass die externe NVME und das Notebook nie am gleichen Ort aufbewahrt werden. Sollte das MacBook beschädigt oder gestohlen werden, habe ich die Gesamtsicherung des MacBooks immer noch auf meiner externen NVME.

Ordnerstruktur auf dem Notebook

Der Hauptimportordner in Lightroom ist der Jahresordner. Lightroom liest automatisch die Datumsstempel der Bilder aus und legt die Bilder in die jeweiligen Tagesordner ab. Nach dem Import von der SD-Karte, erfasse ich eine Location Beschreibung im Namen der Tagesordner. Diese Bezeichnung dient mir später als Gedächtnisstütze zum Aufnahmeort. Lightroom erstellt während des Imports Smart Previews zu jedem importierten Bild. Diese Smart Previews sind später wichtig, sobald die Originaldateien sich nicht mehr auf dem MacBook, sondern auf dem NAS im Büro befinden. Was es mit den Smart Previews auf sich hat, erläutere ich weiter unten.
Hier siehst du einen Beispielpfad für die Fotos von zwei unterschiedlichen Fototagen:

Jahresordner: Unterordner

Je nach verfügbarer Zeit, bearbeite ich einige der Bilder schon vor Ort. Das bedeutet ich markiere, bewerte und entwickle die RAW Dateien in Lightroom. Wenn ich wieder im Office bin, werden alle RAW Dateien vom MacBook auf die NAS verschoben. Im Klartext heißt es, ich kopiere die Bilder vom MacBook auf die NAS und lösche sie anschließend vom MacBook.

Der Einsatz von Smart Previews für die ortsunabhängige Bildbearbeitung

Hier kommen nun die Smart Previews zum Einsatz. Damit ich weiterhin nach dem Auslagern der Originaldateien ortsunabhängig an den Bildern arbeiten kann, benötige ich die Smart Previews. Erst wenn ich in der Finalisierungsphase bin und entweder einen Ausdruck bzw. einen Export der Bilder vornehmen möchte, brauche ich den Zugriff auf die RAW Files, die sich nun im Büro auf dem NAS befinden. Bis dahin kann ich dank der Smart Previews äußerst performant und ortsunabhängig an den Bildern arbeiten.

Die Finalisiserung der Bilder nehme ich grundsätzlich im Office vor. Das MacBook ist durch eine 10 Gigabit Netzwerkkarte mit dem NAS verbunden. Im Lightroomkatalog ist als Standardspeicherort das NAS voreingestellt. Nun kann Lightroom nicht nur auf die Smartpreviews sondern auch bei Bedarf, auf die original Bilddateien zurückgreifen und das fertig entwickelte Bild finalisieren.

Im Office, Backup des MacBooks per Time Machine auf ein NAS

Im Office wird das MacBook regelmäßig per Time Machine (internes Backupprogramm vom MAC) auf das NAS gesichert. Damit habe ich zwei Sicherungen meines Hauptsystems. zum einen auf der schon erwähnten NVME und zum Anderen auf dem NAS im Büro. Zum Schluss sichere ich das NAS auf eine externe 4 TB Festplatte. Anschließend wird eine zweite Sicherung auf eine weitere externe 4 TB Festplatte erstellt. Diese Festplatte deponiere ich dann an einem anderen Ort.
Eine detaillierte Beschreibung meines Backup-Konzeptes für Fotografen findest du im Blogpost: “Ein Backup-Konzept für Fotografen”.

Die Aktualisierung der Sicherungen nehme ich nach jedem Foto Job vor. Durch diese Backupstrategie bin ich komplett abgesichert und erleide keinen Datenverlust. Alle Medien sowie auch das MacBook sind verschlüsselt. Sollte also eins der Medien, einem Dieb in die Hände fallen, wäre der Zugriff auf die Daten versperrt.

Im Anschluss an die Sicherung des NAS, formatiere ich meine SD-Karten, so dass ich sie für die nächsten Jobs verwenden kann.

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